Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Clusterveranstaltungen

Novel Foods:

Regulatorische Herausforderungen für Novel Foods 

Bei dem ersten Cluster-Workshop zum Themenschwerpunkt „Novel Foods“ gab Prof. Dr. Kai Purnhagen (Universität Bayreuth, Campus Kulmbach) spannende Einblicke in die komplexe Welt der Novel Food Zulassung. Am Beispiel der Präzisionsfermentierung – Caseinproduktion durch gentechnisch veränderte Hefe – wurde deutlich, wie eng die Schnittstellen zwischen GVO-Recht und Novel Food-Verordnung sind.

  • Zulassungsverfahren sind langwierig und kostenintensiv (bis zu 1 Mio €), eine frühzeitige Einbindung von Regulierungsexpert:innen ist entscheidend.
  • Kennzeichnungspflicht, EFSA-Bewertung und nationale Behörden spielen zentrale Rollen.
  • Alternativen wie Meldeverfahren können den Prozess beschleunigen. 

Verbraucherakzeptanz und Märkte:

Im ersten Cluster-Workshop zum Themenschwerpunkt „Verbraucherakzeptanz und Märkte“ ging es um die Frage: Wie gelingt die Akzeptanz innovativer Lebensmittel wie Cultured Meat?

Prof. Dr. Nick Lin-Hi (Universität Vechta) gab spannende Impulse:

  • Nachhaltigkeit ohne Verzicht – warum neue Technologien entscheidend sind
  • Emotionale Narrative statt reiner Fakten
  • Preis, Qualität und kulturelle Unterschiede als Schlüsselfaktoren

Die Diskussion zeigte: Für den Erfolg alternativer Proteinquellen braucht es mehr als Technologie – Vertrauen, Meinungsbildner und klare Kommunikation sind entscheidend.


Öffentlichkeitsarbeit:

Im ersten Cluster-Workshop zum Themenschwerpunkt „Öffentlichkeitsarbeit“ des PIONEER-Netzwerks wurde diskutiert, wie Öffentlichkeitsarbeit für pflanzliche und alternative Produkte wirksamer gestaltet werden kann.

Dr. Robert Kecskes (Soziologe, GfK) zeigte in seinem Impulsvortrag:

  • Die Wachstumsdynamik pflanzlicher Alternativen stagniert – Fleischersatzprodukte bleiben in einer „Blase“.
  • Eigenständigkeit statt Ersatz: Produkte müssen sich von Fleischparität emanzipieren, um anschlussfähig zu werden.
  • Kommunikation muss gesellschaftliche Trends wie Proteinorientierung und Convenience adressieren.

Die Diskussion verdeutlichte:

  • Zielgruppenanalyse (Alter, Bildung, kulturelle Faktoren) ist essenziell.
  • Multiplikator:innen wie Food-Influencer:innen können Reichweite und Vertrauen schaffen.
  • Narrative müssen emotional ansprechen, aber faktenbasiert bleiben.